Yogic Mindfulness – Wie du nicht dein Leben änderst, sondern dein Ändern lebst

Wer sich mehr mit dem Yoga und vor allem seiner tiefgreifenden Philosophie beschäftigt, der merkt schnell, dass es nicht nur darum geht den Handstand oder Lotus zu perfektionieren. Neben den akrobatischen Moves geht’s nämlich vielmehr um die Wissenschaft unseres Geistes. Aber wir fangen eben bei dem an, was für uns sichtbar und spürbar ist. Je mehr wir das „Grobe“ sprich den Körper und zu Beginn unserer Praxis die Yogapositionen meistern, umso leichter fällt es uns mit der Zeit in tiefere Schichten eintauchen. Während die physische Yogapraxis den Körper aufs Sitzen und Pranayama (Atemübungen) vorbereitet, so führen die Atemübungen zur verbesserten Konzentration und Aufmerksamkeit und früher oder später zur Meditation.

Patanjali’s Yogasutren, eine Pflichtlektüre für jeden Yogi, beschäftigen sich maßgeblich mit der Wissenschaft des Geistes. Was die Neurowissenschaften jetzt mit Begriffen der Neuroplastizität des Gehirns beschreiben, hat dieser Yogi und Rishi (Seher) bereits vor über 2000 Jahren verstanden und einen Wegweiser zur Meisterung des eigenen Geistes verfasst. So spricht Patanjali zum Beispiel von den sogenannten Prägungen im Geist (Samskaras), die unsere Verhaltens- und Denkweisen bestimmen und zum großen Teil automatisiert und unbewusst ablaufen. Yoga ist also nicht nur ein Weg, um den Körper zu beherrschen, sondern unterstützt uns vor allem dabei, uns von der Vorherrschaft unseres konditionierten Denkens zu befreien.

Indem wir wirklich wachsam werden und eine gewisse Art der yogischen Achtsamkeit kultivieren, können wir die feinsten und subtilsten Prozesse wie z.B. das Aufkommen unserer Gedanken beobachten, ohne uns direkt mit ihnen zu identifizieren. Nur so können wir unsere unbewussten Muster und ausgedienten Gewohnheiten verändern.

Wie der Geist funktioniert

„Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage?“

Die meisten Menschen sind gar nicht in der Lage dieses Kommen und Gehen der eigenen seelischen und geistigen Zustände wahrzunehmen, denn wir neigen dazu uns direkt mit dem Gedanken und dem damit gepaarten Gefühl zu identifizieren und impulsiv dementsprechend zu handeln. So kommen wir ständig von der Traufe in den Regen, weil wir das was wir denken, glauben, und uns von den damit verbundenen Gefühlen in Mitleidenschaft ziehen lassen.

Die Neuroplastizität des Gehirns

Wir denken das, was wir schon immer gedacht haben. Mit jedem neuen positiven oder negativem Gedanken verstärkt sich ein Gedankenpfad, weil entsprechende neuronale Verschaltungen im Gehirn dafür sorgen, dass sich nicht nur unser Handeln, sondern auch unser Denken verselbstständigt und automatisiert. In der Neurowissenschaft nennt man das die Neuroplastizität des Gehirns.

„Neurons that fire together wire together!“ –Joe Dispenza

Neuronen die gemeinsam „schießen“ also aktiv werden, verbinden sich miteinander. Am besten kann man diesen Prozess an einem Beispiel aus meiner Kindheit verdeutlichen:

Immer wenn ich als kleines Kind traurig war (weil ich zum Beispiel gestürzt bin), hatte mir mein Vater ein Eis gekauft, um mich zu trösten. Je öfter ich bei Traurigkeit ein Eis gegessen habe, umso mehr hatte sich diese neuronale Verbindung zwischen dem Gefühl der Traurigkeit und der Handlung des „Eisessens“ miteinander verkoppelt. Über die Jahre wurde diese Verbindung durch stetige Wiederholung verstärkt und automatisiert, bis ich immer wieder auch im Erwachsenenalter das Bedürfnis hatte, was Süßes zu essen, um meine auftauchende Traurigkeit zu lindern. Die positive Erfahrung des Eisessens hatte sich mit der Zeit als Prägung (Samskara) im unbewussten Teil meines Geistes abgespeichert, sodass immer wenn der Reiz „das Gefühl der Traurigkeit“ aufkam, das Reaktionsmuster „Eisessen“ aktiviert wurde.

Aber nicht nur immer wiederkehrende Denk- und Verhaltensmuster automatisieren sich. Auch intensive Erfahrungen haben eine stark konditionierende Wirkung auf den Geist. Auch hierzu ein Beispiel:

Wie viele kleine Kinder war auch ich als Kind immer super neugierig. Als meine Mutter mal einen Kuchen backte und ich nach immer wieder ermahnenden Worten doch gegen den Ofen packte und mir die Hand verbrannte, lernte ich durch das intensive Fühlen des heißen Ofens, dass es keine gute Idee war meine Hand darauf zu legen. Danach kam mir nie wieder die Idee meine Hand auf die heiße Scheibe unserer Ofentür zu legen. Logisch eigentlich. Gewisse intensive und vor allem schmerzvolle Erfahrungen müssen wir also nur einmal machen.

Wie können wir unsere schlechten Gewohnheiten auflösen?

Je länger wir gewisse Glaubenssätze oder Verhaltensweisen verinnerlicht haben bzw. je intensiver unsere Erfahrungen waren, umso schwieriger wird es sie aufzulösen. Meine Yogalehrerin Sybille Schlegel verdeutlichte das in einem ihrer Talk auf ihrem Holycow Podcast mit einer Baummethaper.

Eine hartnäckige und über viele Jahre kultivierte schlechte Gewohnheit ist wie ein sehr großer und alter Baum, den wir versuchen auszugraben. Seine Wurzeln reichen so tief in die Erde, dass wir uns wirklich bemühen und sehr tief graben müssen, um ihn gänzlich zu entfernen. Währenddessen ein kleiner Baum (eine noch nicht ganz so stark verinnerlichte Gewohnheit), der erst ein paar Monate alt ist, noch keine zu tiefen Wurzeln geschlagen hat, und wir ihn mit ein bisschen Aufwand schnell ausgraben können.

Ihr ganzer Vortrag ist grandios, also umbedingt mal reinhören!

5 Tipps – Wie du dein Ändern lebst!

1. Think it, feel it, do it!

Es sind unsere Gedanken und Gefühle als kleinste energetische Einheit, die einen Einfluss auf unser Handeln und somit auf die Realität, die wir erleben, haben. Rückwirkend hat jede Handlung und die daraus wieder resultierende Erfahrung, die positiv oder negativ von uns bewertet wird, einen Effekt auf unsere inneren Vorlieben und Abneigungen und prägt somit das zukünftige Denken.

Emotion = Ego in Motion

Unser Denken führt zum Fühlen, und das Denken und Fühlen führt durch unsere Worte und Taten zum Handeln und visa versa. Dabei ist der Gedanke wie ein Richtungsweiser, das Gefühl hingegen wie der Motor, der uns in die entsprechende Richtung bewegt. Es reicht also nicht nur positiv zu denken, sondern vielmehr geht es darum, das Gefühl, dass wir fühlen wollen, bereits in uns selbst zu kultivieren, so als wäre das, was wir uns wünschen, bereits Realität.

Je negativer ich denke, spreche und handle, umso negativere Erfahrungen generiere ich und umso wahrscheinlicher wird es, dass ich in Zukunft die Welt als negativ und bedrohlich einschätze und entsprechende Gedanken diesbezüglich an die Oberfläche meines Bewusstseins auftauchen.

Vielleicht kennst du es selber, du wachst schon mit schlechter Laune auf und diese schlechte Laune zieht sich durch deinen ganzen Tag und du ziehst negative Erfahrungen in deiner Welt förmlich an. Wenn du stattdessen mit einer super optimistischen und positiven Einstellung in den Tag startest, lassen sich wahrscheinlich viele Menschen von deinem Lachen anstecken und deine allgemeine Erfahrung wird eher positiv sein.

photocredit: Bamagal @ unsplash

Da vor allem die ersten sieben Jahre unseres Lebens uns stark prägen und unseren Charakter definieren, ist es so schwierig sich zu verändern. Wir handeln am liebsten so, wie wir immer gehandelt haben. Denn die Gewohnheiten, unsere Prägungen oder wie Patanjali es nennt unsere Samskaras haben tiefe Spuren in unserem Geist hinterlassen. Um nicht in alte Denkmuster oder Gewohnheiten zu verfallen, brauchen wir also vor allem eins: Unsere gesamte ungeteilte AUFMERKSAMKEIT!

2. Yogic Mindfulness: Sei achtsam, beobachte wertfrei und schaffe Raum zwischen dem Reiz und der Reaktion!

„Ich habe einen Gedanken, aber ich bin nicht der Gedanke!“

Die Kunst besteht darin in diesen Zwischenraum zwischen dem Auftauchen eines Gedankens  und der Reaktion darauf zu gelangen. In den meisten Fällen ist genau das gar nicht so leicht, denn wir neigen dazu uns komplett mit unserem Denken zu identifizieren, wie Descartes es so treffend formuliert: „Ich denke, also bin ich!“

Be the Witness!

Wir leben in einer Zeit, in der sich der moderne Mensch mit dem Verstand und seinem Denken völlig identifiziert hat. Wir haben nicht nur Empfindungen, Gedanken und Gefühle, sondern wir werden, zu dem was wir wahrnehmen, denken und fühlen. Allein wenn wir eine Emotion wie Traurigkeit ausdrücken wollen, sagen wir: „Ich BIN traurig.“ Wir sind komplett mit dem Gefühl von Traurigkeit identifiziert, anstatt zu erkennen, dass alle Sinneseindrücke, Empfindungen, Gedanken und Gefühle in unser Bewusstseinsfeld auftauchen, bleiben und wieder gehen, wenn wir in einer beobachtenden und vor allem wertfreien Perspektive verweilen.

Yogis Mindfulness, als das eigentliche Ziel von Yoga

Im Yoga geht es darum diese wertfreie beobachtende Perspektive zu kultivieren und eine gewisse Distanz zwischen dem Denken und Handeln zu schaffen, um aus unseren konditionieren Reiz-Reaktions-Mustern auszusteigen.

„Ich habe Empfindungen, aber weil ich sie beobachten kann, bin ich nicht meine Empfindungen. Ich habe Gedanken und Gefühle, aber ich bin nicht das, was ich denke und fühle. Ich bin das Bewusstseinsfeld, in dem sich alles abspielt, ohne dass ich mich im Geschehen verliere.“

Anstatt auf äußere Stimuli zu reagieren, kann ich durch yogische Achtsamkeit Raum schaffen zwischen dem Stimuli und meiner Reaktion darauf und bewusster auf das, was mir widerfährt antworten, statt zwanghaft einem Muster zu verfallen. Je tiefer ein Reiz-Reaktions-Muster in uns verankert ist, umso schwieriger wird es, es zu brechen. Vielleicht kennst du es auch. Ich dachte schon öfter, dass meine Yoga- und Meditationspraxis mir bereits ein hohes Maß an Gelassenheit und yogischem Gleichmut gegeben hätte. Dann besuchte ich für ein paar Tage meine Eltern und beobachtete, wie ich in unbewusste Eltern-Kind-Strukturen zurückfiel, und ich plötzlich alles andere als yogisch unterwegs war.

Yoga hilft, Schritt für Schritt.

Vielleicht muss man nicht gleich mit den tiefsten Samskaras beginnen, sondern startet mit den leichteren, bei denen weniger Emotionalität im Spiel ist. Ich rege mich z.B. viel weniger über untalentierte Autofahrer auf, bin gelassener, wenn die Frau an der Kasse einen scheiß Tag hat, und lasse mir meine gute Laune seltener von unzufriedenen Mitmenschen vermiesen, sondern bleibe mehr bei mir.

Was mir hilft, wenn’s brenzlich wird? Ehe ich aus einer schlechten Schwingung heraus spreche oder handele, versuche ich innerlich bis 5 zu zählen, tief durchzuatmen, oder wenn es nichts bringt, die Situation zu verlassen, bis ich wieder klarer bin. Eine eiskalte Dusche oder ein Spaziergang durch die Natur vertreibt meine schlechten Vibes meist in Sekunden. Ansonsten übe ich neben der körperlichen Asanapraxis auch den Schlaf der Yogis, Yoga Nidra. Yoga Nidra hilft übrigens auch bei einem Mittagstief. Danach bist du entspannt und ausgeruht, fühlst dich klar und fokussiert und bist weniger schnell aus deiner Mitte zu bringen. Probiere es gleich mal aus:

3. Tausche eine schlechte Gewohnheit gegen eine bessere Gewohnheit aus!

Um ungesunde bzw. alter ausgediente Gewohnheiten zu überwinden, kultiviere ich neue positivere Gewohnheiten. A.G. Mohan, direkter Schüler von Krishnamacharya, beschreibt es mit diesen Worten:

„Remove the thorn with another thorn.“ – A.G. Mohan

Ich liebe zum Beispiel richtig guten Kaffee über alles, am liebsten mit warmer Hafer-Vanille Milch! Wenn ich aber jeden Tag Kaffee trinke, reagiert mein Körper auf einen Tag ohne Kaffee mit Kopfschmerzen. Ich hatte keine Lust mehr darauf morgens auf Kaffee angewiesen zu sein und machte einen „Entzug“ durch. Weil ich morgens dieses warme und cremige Kaffeevergnügen nicht missen wollte, kaufte ich Lupinenkaffee (koffeinfrei und basisch). Lupinenkaffee schmeckt nicht nur mega lecker, sondern gibt mir diesen wohlig warme Gefühl von Kaffee am Morgen. Inzwischen genieße ich 1-2 Mal die Woche wieder richtigen Kaffee, aber bin körperlich nicht mehr auf Entzug, wenn ich ihn tagelang nicht trinke.

4. Tue das Gegenteil!

„Wer das tut, was er immer getan hat, bekommt das, was er immer bekommen hat.“ – Tony Robbins

Eigentlich logisch oder? Wie sollte es auch anders sein? Um neue Erfahrungen in mein Leben zu bringen, muss ich anders handeln, neue Wege gehen, andere Menschen kennenlernen, neue Events besuchen, um neue Erfahrungen zu machen, die wiederum mein Denken verändern. Wer in seinem vertrauten „Mikrokosmos“ bleibt, wird selten neue Erfahrungen in sein Leben ziehen.

„Your personality is creating your reality!“ – Joe Dispenza

Solange wir „unbewusst“ sind, bestimmt unser äußeres Leben und Erleben unser Innenleben und formt unsere Persönlichkeit und mit der Zeit unseren Charakter. Die Welt und die Erfahrungen, die wir in ihr machen, prägen unsere Samskaras, unsere Vorlieben und Abneigungen, unsere Gedanken und somit unser Handeln und die Erfahrungen, die wir machen. Genauso können wir aber durch neues Handeln und Denken unser Innenleben und somit unser Realität verändern.

Dann bestimmt nicht mehr das Sein also unsere äußere Realität unser Bewusstsein, sondern unser bewusster Geist erschafft unsere Wirklichkeit.

Also tue was anderes, lerne etwas Neues, triff dich mit Menschen, die dich inspirieren oder besuche Events, die du vorher noch nie besucht hast. Sei mutig und tue für eine gewisse Zeit genau das Gegenteil von dem, was du sonst tust.

Komplimente statt Kritik

Hast du z.B. einen harten inneren Kritiker, der dich und alles um dich herum kritisiert und klein machen will? Dann entscheide dich bewusst dafür, immer dann wenn du negative Selbstgespräche wahrnimmst, dir selbst und den anderen Komplimente zu machen. Der innere Kritiker hat was hartes und strenges an sich, vielleicht kannst du mit einer sanftmütigen Stimme sprechen.

Fülle statt Mangel

Bist du gerade innerlich im Mangel? Hast du das Gefühl, dir fehlt was oder denkst du dir manchmal: „Na toll, und was ist mit mir?“ In dem Moment, indem du diesen inneren Mangel wahrnimmst, beginne Dankbarkeit zu kultivieren, indem du im Geiste all die Dinge aufzählst, für die du gerade dankbar sein kannst. Häufig ist das erstmal eine mentale Sache. Je mehr Dinge du im Geist aufzählst, für die du dankbar bist, umso mehr wird sich auch das Gefühl der Dankbarkeit im Körper manifestieren. Probiere es gleich mal aus: Beobachte dich, in den nächsten drei Tagen. Immer dann, wenn dein innerer Kritiker sich bemerkbar macht oder du innerlich das Gefühl hast zu kurz zu kommen, praktiziere das Gegenteil. Deine negativen Emotionen sind ein gutes Indiz dafür, dass dein innerer Kritiker am Werk ist.

Am Anfang kann es erschreckend sein, wenn uns bewusst wird, wie viele negative Selbstgespräche und wertende Gedanken uns den ganzen Tag begleiten. Aber wisse, du bist nicht allein! Bleib entspannt, sanftmütig mit dir und mit etwas Übung und Kontinuität wirst du schnell feststellen, wieviel Einfluß du auf deine Gedanken, Gefühle, Worte und Taten hast. Dann werden wir nicht nicht mehr „Opfer“ der Umstände, sondern selbst Schöpfer unserer Realität.

5. Bleibe dran, denn Übung macht den Meister!

Bleib am Ball, sei sanftmütig und geduldig mit dir selbst und lass dich nicht unterkriegen. Viele Gewohnheiten haben sich einfach über die Jahre verselbstständigt und automatisiert. Vielleicht greifst du in einem müden Moment doch wieder zur Schokolade anstatt zum Apfel, bleibst auf der Coach hängen, anstatt zum Sport zu gehen, oder reagierst auf deine Umwelt in einer nicht ganz so gelassenen Art und Weise. Das ist völlig normal.

Anstatt dich zu ärgern, reflektiere und analysiere, was dich dazu veranlasst hat, in die alter ausgediente Gewohnheit zurück zu fallen. Sieh das „Scheitern“ nicht als Niederlage, sondern als Gewinn. Du hast wieder etwas Neues über dich gelernt und kannst das nächste Mal in einer ähnlichen Situation besser antizipieren, oder vielleicht sogar die Situation selbst vermeiden.

 

Ich hoffe dieser Beitrag konnte dir ein paar Zusammenhänge und „Mind Hacks“ vermitteln. Hast du noch weitere Tipps und Tricks wie du deine schlechten Gewohnheiten ablegst, oder neue Gewohnheiten kultivierst? Dann hinterlasse uns gerne einen Kommentar!

Hast du Lust mehr über das Thema zu erfahren? Dann komm am 24.06.2018 zum Yogic Mindfulness Workshop in der Yogabar City.

Enjoy,

Ela

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