Feeling is Healing – Warum uns das Fühlen zurück in die Liebe bringt

Die letzten 1,5 Jahre waren für mich die herausforderndsten Jahre meines Lebens. Nach meiner Trennung von meinem damaligen Freund, mit dem ich sechs Jahre zusammen war, durfte ich durch meine erste dunkele Nacht der Seele gehen. Diese Zeit hat nicht nur mich transformiert, sondern auch mein Verständnis von Liebe auf ein völlig neues Level gebracht. Was ich über Liebe gelernt habe, und wie ich meiner eigenen innere Leere begegnet bin, um mich selbst tiefer in der Liebe zu verankern, erfährst du in diesem Beitrag.

The Dark Night of my Soul

Nach sechs Jahren in einer monogamen Beziehung hatte ich mich im Sommer 2019 in einen anderen Mann verliebt. Ohne mir und meinem Partner überhaupt noch eine Chance zu geben, war ich bereit sechs Jahre und alles was uns verband aufzugeben. Viele meiner Entscheidungen, die ich in dieser Zeit der Trennung traf, waren rückblickend betrachtet richtig harte Entscheidungen gewesen, die uns in tiefe Prozesse geworfen haben. Gleichzeitig fühlte sich diese Zeit, wie von meiner Seele/dem Universum geführt an, so dass ich rückblickend kaum glauben kann, dass all das wirklich geschehen ist.

No way back, so look ahead!

Konfrontiert mit meinen eigenen Schuldgefühlen waren Oktober und November 2019 zwei der härtesten und emotional aufwühlendsten meines Lebens. Ein Teil von mir wollte einfach nur zurück zu meinem alten Leben und bereute die Entscheidung mit allen Konsequenzen, meine Partnerschaft auf’s Spiel gesetzt zu haben. Der andere Teil in mir hatte Angst vor dieser dunkleren Leere in meinem Herzen und dem großen Unbekannten auf das ich mich zu bewegte. Wenn mit so einer Liebesbeziehung nicht nur der Partner, sondern auch der beste Freund weg ist und damit auch alles was wir gemeinsam erschaffen hatten, dann ist da erstmal ein echt großes Loch.

(W)hole in my Soul

In dieses große schwarze Loch bin ich gefallen. Je tiefer ich fiel, umso mehr erkannte ich, dass mein damaliger Partner die Quelle meines eigenen Selbstwerts, meiner Liebe und meiner Selbstwertschätzung gewesen war. Ich erkannte, dass ich mich selbst trotz all des YOGA, trotz der „spirituellen Arbeit“ und des „Holy Shits“ von dem ich in meinen Yogaklassen erzählte, mich immer noch nicht wirklich liebte, mich nicht gänzlich selbst wertschätzten konnte und ich mich allein nicht erfüllt fühlte. Was für ein Reality Check das war in meiner eigenen heiligen Scheisse auszurutschen.

Obwohl ich inzwischen mit Liebe und Mitgefühl auf mein damaliges Ich zurückblicken kann, erstaunt es mich immer noch wie sehr ich zuvor geglaubt hatte, bereits zu wissen was Liebe ist. Gleichzeitig weiss ich auch, es ist ein Prozess etwas zu wissen, es zu fühlen und dann irgendwann in sich selbst zu verankern, um es zu verkörpern und es wirklich zu leben. Dieser Prozess des tieferen Verinnerlichens unserer wahren Natur gehört wahrscheinlich solange wir in der Welt der Form sind zum Leben dazu.

We never get in wrong because we never get it done.

Love my SELF

Konfrontiert mit meiner Trauer und allen Verlustgefühlen war mir auch gar nicht mehr nach irgendeiner neuen Liebesbeziehung, weil meine eigene Bedürftigkeit mir immer wieder vor Augen gehalten wurde. Ich spürte, dass ich erstmal eine richtig gutes Liebesbeziehung zu meinem eigenen Herzen aufbauen musste, ehe ich mich auf ein anderes Herz einlassen konnte. 2020 stand daher unter dem Motto:

Feeling is healing,  until I fall in love with mySELF! 

Was war meine Medizin? 

  • MUSIC & SONGWRITING: Meine Gefühle in richtig traurigen Liebesliedern, oder besser gesagt No-Love-for-Ella-Songs niederzuschreiben und auszudrücken hat mir sehr geholfen, die Traurigkeit zu fühlen und zu transformieren. Auch wenn ich diese Songs nicht mehr singe, weil sie eine verdrehte Form der Liebe beschreiben, war es mein Weg, um mit der Tiefe meiner Gefühlswelt in Kontakt zu treten.
  • KAKAO – Mamita Kakao brachte mich wieder mehr dazu mich zu fühlen und mein Herz für mich selbst zu öffnen. Mein Kakaoverbrauch 2020 war auf jeden Fall richtig hoch! Fast täglich startete ich mit Kakao für einige Monate in meinen Tag. Kakao macht glücklich aber lässt dich gleichzeitig auch alles fühlen, was da ist. Danke an cacaoloves.me
  • DIE ANDEN – Die Zeit bei Sabine und Taita Juan in den Anden von Ecuador brachte mich wieder in den Moment und in die Verbindung zur Natur und dem Wunder des Lebens selbst. Meine Visionssuche, bei der ich vier Tage und Nächte alleine ohne Nahrung und Wasser in den Bergen verbrachte, hat mir definitiv viel Zeit und Raum zum Fühlen gegeben. Auch „Sole“ die Mischlingshündin von Juan und Sa war Balsam für meine Seele.
  • SOUL FAMILY – Meine Soul Brothers und Soul Sisters aus aller Welt haben mich ebenfalls immer wieder an die Schönheit meines eigenen Herzens erinnert, als ich es selbst nicht sehen konnte und haben unglaublich viel Raum für mich gehalten. Falls ihr das lest, ich DANKE und LIEBE euch!!!
  • COMMUNITY – Auf Festivals oder Retreats mit anderen in Heilungsräume einzutauchen und zu spüren, dass ich mit meinem Schmerz und meinem Prozess nicht alleine bin, hat mich definitiv erkennen lassen, dass so viele Menschen eine völlig verdrehte Vorstellung von Liebe haben. Was ich damit genau meine, erkläre ich etwas später.
  • RADICAL HONESTY – Baba, einer meiner „Mentoren“, der wie aus dem Nichts in mein Leben kam, und ein unglaublicher Segen für mich war, gab mir regelmäßig Reality Checks und zeigte mir auf so liebevolle und klare Art und Weise meine eigene „Geisteskrankheit“ auf. Ich rede hier nicht von Schizophrenie oder Depression. Ich rede hier davon, dass ein Teil von mir einfach nicht aufhören wollte, im Außen nach etwas wie der Liebe zu suchen, dass doch schon längst bereits in mir da war.
  • MEIN HERZ – Die größte Medizin war und ist mein eigenes Herz. Je mehr ich lerne mich selbst zu fühlen, umso besser FÜHLE ich mich. Da ist so viel bedingungslose Liebe, Mitgefühl und Akzeptanz in unserem eigenen Herzen und es lohnt sich diese Beziehung zu unserer eigenen Essenz immer mehr zu vertiefen. Die Reise geht weiter, und weil das Leben uns immer wieder neue Herausforderungen schickt, um wacher zu werden, weiss ich, dass mein Herz die einzige „Sicherheit“ ist, die ich wirklich habe. Diese Verbindung zur Essenz in uns zu stärken ist unser Weg, als Menschheit aus dieser völlig verdrehten Welt doch noch das Paradies auf Erden zu machen. Und wenn die Welt in den nächsten Jahren weiterhin so verdreht und ver“rückt“ bleibt, dann kann ich zumindest mein Bestes geben, diesen Film des Lebens aus den Augen der Liebe zu schauen.

Genug von mir. Falls du dich jetzt fragst, wie du all das für dich praktisch nutzen kannst, um dich selbst wieder mehr zu fühlen und mit deinem eigenen wunderschönen Herzen in Verbindung treten, dann ließ weiter. Der größte Teil unseres individuellen und kollektiven Erwachens zum Seelenbewusstsein geschieht, wenn wir beginnen unsere emotionalen Trauma und limitierende Programmierungen auflösen. Das wirkliche Fühlen ohne emotionale Loopings ist dabei unsere Superpower.

Feeling is Healing

In diesem Teil beschreibe ich aus tantrischer Perspektive was Liebe ist. Es geht um den Unterschied zwischen Gefühle und Emotionen und wie uns das Fühlen wieder zurück zu unserer Essenz, in die Liebe führt. Baba, der mich auf meiner Heilungsreise maßgeblich begleitet und inspiriert hat, war selbst lange Schüler von OSHO, daher sind sicherlich viele Perspektiven auch an OSHOs Lehren angelehnt. Was auch immer dir dient und mit deinem Herzen räsoniert let it in, was nicht mit dir schwingt, let it go.

Gefühle vs. Emotionen

Es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen Gefühlen und Emotionen.

  • Gefühle sind reine Empfindungen
    • die im MOMENT unmittelbar im Körper spürbar sind
    • OHNE dass da eine mentale Aktivität oder Story ist, die die Erfahrung triggert.
  • Emotionen hingegen sind „gefangene“ Gefühle aus der Vergangenheit
    • die damals nicht voll und ganz gefühlt wurden
    • somit auch nicht befreit wurden
    • sich als Spannung im Körper speichern
    • und durch äußere Trigger wieder aktiviert werden.

LIEBE ist keine Emotion!

Emotionen überschatten die Liebe, aber Liebe selbst ist keine Emotion. Weil Emotionen und Gefühle kommen und gehen, glauben die meisten Menschen, dass auch die Liebe kommt und geht und von äußeren Dingen abhängt. Viele halten Liebe für ein Gefühl. LIEBE ist aber kein fluktuierendes Phänomen, auch wenn wir durch die Massenhypnose glauben, dass Liebe etwas wäre, das auf und ab geht.

Diese Massenhypnose wird von Hollywood und der Herzschmerz (Pop-) Musikindustrie noch verstärkt. Und weil diese Massenhypnose zu einem gewissen Teil auch bewusst beabsichtigt ist, singen viele Künstler von der unerfüllten romantischen Liebe und ihrem Herzschmerz, und geben uns das Gefühl, dass Lieben und Leiden zusammen gehören.

Wahre Liebe tut nicht weh, und das was wir im Allgemeinen unter Liebe verstehen, ist nicht wirklich Liebe, sondern nur eine verdrehte Vorstellung von Liebe.

Was ist Liebe dann?

  • LIEBE ist unser NATÜRLICHER SEINSZUSTAND und somit unser GEBURTSRECHT
  • Liebe ist überfließende Freude
  • Liebe ist, wenn wir erkennen und in jeder Zelle unseres Körpers erfahren, was wir wirklich sind
  • Liebe ist das pulsierende LEBEN selbst
  • Liebe ist, zu erkennen, dass wir EINS sind mit dem gesamten Kosmos
  • Liebe ist ein orgasmischer Zustand der absoluten Verbundenheit mit allem was ist
  • Liebe ist pure Lebendigkeit
  • Liebe ist nicht die romantische Vorstellung, dass uns ein anderer Mensch vervollständigt, wenn wir mit ihm in Beziehung sind
    • sondern der Zustand mit ALLEM IMMER in BEZIEHUNG zu sein
    • WIR SIND LIEBE
  • Wir sind nicht verliebt, wir sind LIEBE, wir sind selbst die Quelle, der Tropfen und der Ozean.
  • Allein das Wort „ver“-liebt sagt es bereits, es ist die „ver“-rückte und „ver“-drehte Form der Liebe, von er die Rede ist, wenn wir sagen wir sind verliebt.

„Liebe wird nicht weniger, wenn wir sie teilen, Liebe wird in uns spürbarer, wenn wir sie teilen!“

Universelle Liebe vs. Romantische „Liebe“

Wenn sich zwei Menschen treffen, die beide in sich selbst bereits in der Liebe verankert sind, dann ist es Liebe, die frei von Bedingungen einfach sein kann und ihren freien Ausdruck findet. Ob es Menschen gibt, die diese universelle Liebe wirklich verkörpern? Bedingungslos ist „meine“ Liebe bei weitem (noch) nicht, aber zumindest beginne ich zu verstehen, wie anhaftend und unfrei sie bisher war, hoffnungslos romantisch eben.

Bei der romantische Liebe, glauben wir irgendjemand im Außen könnte uns erfüllen oder gehören. Das ist die größte Illusion der meisten Menschen und führt früher oder später dazu, dass wir genau das Gegenteil empfinden und unsere einst Geliebten plötzlich hassen.

Liebe existiert jenseits der Dualität, weil sie allumfassend ist. Wir sind keine Insel, die über eine Brücke versucht zur anderen Insel Kontakt aufzunehmen. Wir sind der gesamte Ozean. Die Insel ist schlichtweg für eine gewisse Zeit eine Perspektive, die wir einnehmen, aber letztendlich eine Illusion. Unsere Wurzel ist der Ozean. Wir sind Liebe!

„Wenn wir aufhören zu sein, was wir nicht sind, können wir beginnen, das zu sein, was wir schon immer waren, sind und sein werden.“

Du musst mir das nicht glauben, im Gegenteil, glaube mir nichts und finde es selbst für dich raus. Ich bin dankbar für jeden kleinen Moment, indem ich hinter den Schleier des Vergessens blicken durfte, und ein Teil meiner Essenz zum Vorschein kam.

Das, was wir sind ist ein Wunder, ein Mysterium und pure Liebe und es wird Zeit, dass wir als Kollektiv und Menschheit checken, wie unglaublich schön unsere Essenz ist. Der Weg dahin ist herausfordernd und konfrontierend, denn wir dürfen allem in die Augen blicken, was noch zwischen uns und der Liebe steht.

Da sind eine Menge von Mangel- Schuld-, Scham-, Angst- und Minderwertigkeitsprogrammen, die uns von unserer Essenz trennen. Das Gute ist, unser Bewusstsein kann Schritt für Schritt all diese Programme deinstallieren, sodass das was wir sind, wieder durchstrahlen kann. Denn darauf wartet unsere Essenz. Das sie in dein ganzes Sein und diese Welt hinaus strahlen kann. Wann strahlst du?

Wie können wir zwischen Gefühlen und Emotionen unterscheiden?

Gefühle sind pur und rein als Empfindung und energetische Bewegung (Energy in motion) spürbar. Ohne Story oder mentale Geschichte, die wir uns erzählen, um zu verstehen, warum wir uns so fühlen. Jedes Gefühl hat seine Berechtigung, seine Aufgabe und etwas, dass es uns zeigt oder lehrt, wenn wir bereit sind es zu fühlen. Wenn ich traurig war, erlaubte mir die Trauer z.B. diese Beziehung mit jeder Träne auch energetisch mehr loszulassen. Wenn ich wütend war, zeigte mir mein Herz an welchen Stellen meine Grenzen überschritten wurden, und wo ich mehr für mich selbst einstehen musste. Die Angst hat mich präsenter gemacht, um bewusst und vorsichtig zu bleiben, und mich nicht in Phantasien zu verlieren. Du sieht, Gefühle sind unser Wegweiser nach Hause und die Sprache unserer Seele.

Emotionen sind „gefangene Gefühle aus der Vergangenheit“, die wir damals nicht voll und ganz gefühlt haben und somit auch nicht befreit wurden.
Sie speichern sich als Verspannungen im Körper, blockieren den natürlichen Fluss unserer Lebensenergie und werden durch äußere Trigger wieder reaktiviert. Wir handeln dann impulsiv und sind emotional, das bedeutet wir fühlen uns unseren Emotionen komplett ausgeliefert. Unser Verstand erzählt uns die „traurige Geschichte“ unseres Selbst und hält uns in Gefühlsloops gefangen. Häufig erzeugen diese mentalen Konstrukte auch Widerstände gegen das, was eigentlich nur gefühlt werden will. Das bedeutet wir nutzen unsere kostbare Energie, um diese gefangenen Gefühle nicht zu fühlen, oder fallen in einen Gefühlsloop der uns, das was ist nicht richtig fühlen und transformieren lässt.

Was hindert uns daran Liebe zu SEIN und zu VERKÖRPERN?

photocredit: Sharina Mae Agellon @unsplash
  • Unser Verstand und das Denken und alles was wir über Liebe und das Leben erzählt bekommen haben, erzeugt das Gefühl von Trennung.
  • EGO – Unsere Identifikation mit unserem Körper und unserer Persönlichkeit, anstatt in unserer Seele verankert zu sein. Unser Herz ist der unmittelbare Zugang zu unserer Seele
  • Emotionen trüben, verblenden und halten uns im Trauma gefangen.
  • Das Gefühl von Trennung entsteht durch unser DENKEN und dem tief sitzenden Glaubenssatz, dass DU in deiner Essenz etwas anderes bist als ICH.

LIEBE HINGEGEN IST! 

Wir spüren sie in verschiedenen Formen des reinem Gegenwärtigseins, im tiefen Seelenfrieden, durch Freude, Freiheit, Klarheit und Weisheit.

Warum ist FEELING = HEALING?

  • Weil wir beginnen unser wares authentisches Selbst zu sein
  • Weil wir aufhören uns selbst abzulehnen
  • Weil wir aufhören unsere Gefühle zu unterdrücken, und diese sich nicht mehr als Emotionen und Spannungen im Körper festsetzen müssen, denn DAS ist es was unsere Lebensenergie blockiert 
  • Weil wir aufhören andere für unsere innere Erfahrung verantwortlich zu machen und in die Selbstverantwortung treten, sprich die Signale unseres SELBST/SEELE wahrzunehmen und entsprechend auf diese antworten, anstatt unseren Gedanken, Emotionen oder Umständen hilflos ausgeliefert zu sein.

Was braucht es um Emotionen zu transformieren? Zeit und RAUM, um sie zu fühlen, ohne sich in der Story zu verlieren.

WIE KOMME ICH ZURÜCK INS FÜHLEN?

photocredit: Jon Flobrant @unsplash

1. PRÄSENZ

  • Nimm dir ZEIT im Körper zu sein, um wirklich zu fühlen, was in dir gerade lebendig ist. 
  • Nimm dir den Raum sofern möglich unmittelbar sobald ein Gefühl hochkommt, um zu fühlen, was gerade in dir selbst lebendig ist, anstatt dich zu betäuben oder abzulenken.
  • Schau, dass du dich sicher fühlst, um dich dem was in dir ist, in einem SAFE SPACE zu öffnen. 
  • ATME – auch wenn sich in dir in dem Moment einer Gefühlswelle alles zusammen zieht und du kaum noch atmen kannst, erinnere dich daran tief hinein zu atmen um GANZ mit dem zu SEIN was gerade ist.
  • GEFÜHLE WOLLEN GEFÜHLT WERDEN!!!

2. LIEBEVOLLE & WERTFREIE AUFMERKSAMKEIT

  • Gebe dir selbst und deiner inneren Welt die volle Präsenz und dein ungeteiltes BEWUSSTSEIN und nicht-wertende Aufmerksamkeit
  • NO SHAME: Anstatt sich für das, was wir fühlen zu schämen oder zu glauben es ist „schlecht“ das gerade zu fühlen, lass die Bewertung weg!!!
  • aus dem mentalen Raum komm immer wieder zurück ins WAHRNEHMEN OHNE STORY
  • SAGE JA zu dir selbst 
    • Emotionen sind stark verbunden mit dem inneren (verletzten) Kind, DU beginnst DICH SELBST wahrzunehmen in deiner Ganzheit, anstatt dich selbst (dein verletztes Kind) zu negieren, zu verlassen oder aufzugeben
  • Nicht-wertende Aufmerksamkeit ist der innere Zeuge/der Beobachter
    • Alles was wir beobachten können, wie Gedanken, Gefühle und Empfindungen sind NICHT unser wahres Selbst
    • Gefühle sind Teil unserer Persönlichkeit (Ego) und somit Teil des Menschseins und gleichzeitig sind wir nicht nur Mensch, sondern auch Seele und Geist

3. ANERKENNUNG

  • Erkenne an, wie du dich wirklich fühlst, statt dir länger etwas vorzumachen.
  • „Das fühlt sich echt Scheisse an, aber okay ich fühle gerade Traurigkeit, Wut, Neid, Schuld, Scham… etc. und das ist okay!

4. RADIKALE EHRLICHKEIT

  • RADIKALE EHRLICHKEIT bedeutet voll JA zu mir zu sagen und zu dem was ich fühle
  • z.B.: „Ich fühle mich nicht gut genug!“
    Ich habe das Gefühl nicht gut genug zu sein. Ich bin neidisch. Ich habe das Gefühl von NEID in mir.
  • RADIKALE AKZEPTANZ, für das, was gerade da ist. ES ist okay, dass ich fühle, was ich fühle.

Zu fühlen selbst schmerzt nicht. Was schmerzvoll ist und uns weh tut, ist der Widerstand gegen das, was ist und gegen das, was wir fühlen.

5. AUSDRUCK DES GEFÜHLS

  • Gibt dem, was du fühlst, eine „Stimme“!!!
  • durch Tränen, Tönen, Schreien, Stöhnen etc.
  • Bewegungen & Shaken
  • Schreiben, Singen, Malen, Poesie, Musik machen etc.

TIPPS

  • Warum machen wir das?
    • Wir lernen unsere Gefühle wahrzunehmen, sie zu kanalisieren und zu verarbeiten und aus ihnen zu lernen, denn sie sind unser inneres Navigationssystem, um bewusstere Entscheidungen zu treffen.
    • Wir lernen wieder uns selbst zu halten, wenn wir in einem Prozess sind, um die volle Verantwortung für unsere innere Erfahrung zu übernehmen.
    • Wir werden zu unserem eigenen inneren Vater/ unserer eigenen inneren Mutter, der/die uns hält und trägt, denn keiner kann das auf Dauer für dich tun. Wir dürfen lernen uns selbst zu halten.
  • Sieh dich selbst als deine beste Freundin, der du mit Liebe und MITGEFÜHL begegnest.
  • SCHREIBE EIN GEFÜHLSTAGEBUCH:
    • Nutze deine Sprache bewusst:
    • Ich bin traurig vs. Ich spüre wie mich das Gefühl von Traurigkeit durchflutet und bin Zeuge dieses Ereignisses 
    • VORSICHT vor DISSOZIATION!!!!
    • Wer nicht mit seinen Gefühlen im Kontakt ist, sollte zunächst einmal mit diesen in Beziehung treten durch Formulierungen wie „Ich bin wütend, traurig etc.“ und diese Wut oder Trauer mal richtig zulassen und spüren.

6. WERTSCHÄTZUNG

  • Sage dir Selbst: „Danke!!!“
  • Anerkennen, durch was du gerade gegangen bist 
  • Wertschätzung für dein authentisches Fühlen und Ausdrücken

7. INTEGRATION

  • VERSTEHEN & LERNEN
  • Welches Bedürfnis habe ich?
  • Wie kann ich es mir selbst geben?
  • Was steckt dahinter? 
    • Wer oder was triggert das Gefühl?
    • Welches Bedürfnis wird gerade nicht erfüllt? 
    • Wie kann ich es mir selbst erfüllen?
  • Was kann ich aus dieser Situation lernen?
  • Was ist mein Anteil an der Situation/Erfahrung?
  • Wie könnte ich das nächste Mal trotz ähnlicher Situation eine andere Erfahrung machen?
  • Welche Grenzen nehme ich in mir wahr?
  • Wie kann ich meine eigenen Grenzen besser wahren?
  • Was brauche ich noch, um diese Grenzen meinen Mitmenschen zu kommunizieren?

ÜBUNG – Tauche in deine Gefühlswelt ein

Schreibe ein Gefühlstagebuch

  • Aufgabe: Schreibe jeden Tag für 5 Minuten auf, was du im Laufe des Tages an Gefühlen wahrgenommen hast oder gerade in dem Moment fühlst.
  • Neigst du dich von deinen Gefühlen zu dissoziieren?
    • Dann orientiere dich an folgendem Beispiel: 
    • Heute als ich mit Anna und Karo zusammen war, habe ich mich ausgeschlossen gefühlt, weil die beiden mich nicht ins Gespräch integriert haben. 
    • Ich bin sauer, weil mich Patrick nicht zurück gerufen hat. 
    • Ich bin enttäuscht weil ich nicht alles geschafft habe, was ich schaffen wollte, etc.
  • Neigst du dazu dich in deinen Gefühlen zu verlieren?
    • Dann orientiere dich an diesem Beispiel:
    • Heute als ich mit Anna und Karo zusammen war, habe ich das Gefühl gehabt ausgeschlossen zu werden, weil die beiden mich nicht ins Gespräch integriert haben. 
    • Ich fühle Wut, weil mich Patrick nicht zurück gerufen hat. 
    • Ich spüre Enttäuschung in mir, weil ich nicht alles geschafft habe, was ich schaffen wollte, etc.

WIE starte ich, wenn ich NICHT im KONTAKT mit meinen Gefühlen bin?

  • Starte da, wo du bist und schreibe es auf. Hier ein paar Beispiele:
    • Ich bin frustriert, dass ich mich selbst nicht fühlen kann.
    • Ich bin traurig, dass ich als Kind nicht alle Gefühle fühlen durfte.
    • Ich bin wütend auf mich selbst, dass ich mich selbst so lange abgelehnt habe. 
    • Ich habe Angst, dass ich nie mit meinen Gefühlen in Kontakt komme.
    • Ich habe Angst, vor all dem was ich fühlen könnte, wenn ich wirklich anfange mich zu fühlen
    • Ich bin unsicher, ob ich mich selbst wirklich halten kann, wenn ich die Intensität meiner Gefühle zulasse.
    • Ich habe Angst, dass ich mich für all das bewerte, weil ich glaube ich müsste schon weiter sein (radical acceptance 
    • Ich fühle Widerstand zu dieser Übung, weil…
    • Ich bin im Widerstand mit diesem Gefühl, weil ich denke, ich müsste mich bereits besser fühlen (Glaubenssatz)
    • Identifiziere deine Glaubenssätze, spüre wie sie sich im Körper anfühlen, und hinterfrage sie. Wer sagt das eigentlich? Das ich schon irgendwo anders sein müsste? Mein Herz oder meine innere Perfektionistin?

TIPP:

  • Sag JA zur dir und der TIEFE deiner Gefühlswelt, denn nur wenn wir das gesamte Spektrum von Gefühlen wieder zulassen, können wir wahrhaftig und authentisch sein.
  • Dein Herz ist IMMER wohlwollend, so kannst du unterscheiden, ob dein Glaubenssatz wirklich „wahr“ ist und besser unterscheiden, ob gerade dein Ego zu dir spricht oder deine Seele.
  • Wir machen Fortschritte, wenn wir all diesen Gefühlen wieder unsere mitfühlende und wertfreie Aufmerksamkeit geben, und sie dadurch transformieren. Also bleibe dran.

Übung: 4 Gefühle

Von der Absicht zur Verkörperung – 4 Schritte

1. Intention: Was willst du tun? 

  • Mich selbst mehr fühlen

2. Organisation: Welche Gewohnheiten braucht es? 

  • Tägliches Gefühls-Check-in
  • Gefühlstagebuch
  • Gespräche über meine Gefühle mit einer vertrauten Person
  • Ausdruck in Form von Poesie, Kunst, Bewegung, Musik oder ähnliches

3. Verbindlichkeit: kultiviere eine tägliche Routine

4. Verkörperung: mit der Zeit wird es eine Gewohnheit und zu deiner zweiten Natur.

DU bist die Schöpferin deines Lebens!

fotocredit: a-l-l-e-f-v-i-n-i-c-i-u-s- @unsplash

Auch wenn wir manchmal nicht alles, was uns widerfährt, in der Hand haben, haben dennoch immer die Entscheidungsfreiheit, wie wir mit diesen Erfahrungen umgehen. Wenn wir präsent und bewusst bleiben, dann können wir daraus lernen, um bewusste Entscheidungen zu treffen und unser Leben in die Bahnen zu lenken, die sich wirklich stimmig an fühlen. Je mehr wir alles fühlen, was noch zwischen uns und unseren wunderschönen Herzen ist, umso klarer und deutlicher spüren wir auch wieder die Verbindung zu unserer Seele. Diese Seelenperspektive auf unser Leben lässt uns wieder in die reine Liebe tauchen, die wir in der Essenz unseres Seins sind, damit die Liebe, die wir sind durch jeden einzelnen von Uns wieder in diese Welt zurückkehrt. Und wie gesagt, auch das ist ein Prozess, also bleib sanftmütig, geduldig und nachsichtig mit dir und dem Prozess. Gebe den Dingen, die Zeit die sie brauchen. Während ich diese Zeilen schreibe, spüre ich in mir immer noch Wellen der Traurigkeit. Es ist okay, sie sind da, ich lasse sie zu, ich drücke sie aus und atme, tief, bleibe präsent und lasse sie sein.

We are LOVE

ENJOY

Ella

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