Abundance – Der Tanz der Fülle

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Ich bin fest davon überzeugt, dass wir in einem Universum der grenzenlosen Fülle leben! Dass Fülle und Erfüllung unser Geburtsrecht sind und jedem von uns frei zugänglich sein sollte. Dass es in der Praxis häufig nicht so ausschaut und viele Menschen, die zwar finanziell in der Fülle leben oft trotzdem in einem emotionalen, mentalen oder spirituellen Mangel sind kann ich natürlich leugnen. Auch dass der größte Teil unserer Welt in finanziellem Mangel lebt, weil die Ressourcen der Erde nicht fair verteilt werden, und sie daher kaum über existentielle Themen hinaus kommen, kann ich nicht leugnen. Dennoch spüre ich, dass wir uns zwischen zwei Paradigmen befinden, zunehmend mehr Menschen Verantwortung für ihr Sein und Erleben der Wirklichkeit übernehmen und das Bewusstsein der Fülle früher oder später das Bewusstsein des Mangels ablösen wird, weil die Fülle unser wahrer Seinzustand ist.

Warum wir bisher noch nicht alle in der Fülle leben

Wenn Fülle tatsächlich unser Geburtsrecht ist, warum fühlen sich dann so viele Menschen arm, depressiv, ausgebrannt und erschöpft? Welche Mechanismen schränken unsere Wahrnehmung der Fülle ein, und verhindern daher, dass diese überhaupt in unser Leben treten kann?

Wir leben derzeit auf einem Planeten auf dem unsere Ressourcen nicht gerecht aufgeteilt werden, ein starkes Machtgefälle zwischen arm und reich besteht. Wir leben in einer binären Welt, in der sich die Gegensätze von „arm vs. reich“, „unbewusst vs. bewusst“, „ohnmächtig vs. mächtig“ zunehmend weiter polarisieren. Weil eine bestimmte Gruppe von Menschen dieses Machtverhältnis weiter aufrecht erhalten will, bedarf es Mechanismen, die den Menschen daran hindert in sein eigenes Potenzial und zurück in seine seelische Anbindung zu kommen.

Die Welt als Spiegel unserer Selbst

Dieses Universum hat seinen Ursprung in einer feinstofflichen geistigen Natur. Alles ist reiner Geist und wird aus dem Geist heraus geschaffen. Wer unsere Gedanken und Glaubenssätze kontrolliert und bestimmt, der hat auch die Macht über die physische Wirklichkeit. 

Dies ist sowohl ein individueller als auch ein kollektiver Traum, indem wir ALLE bewusst oder unbewusst unsere individuelle und kollektive Wirklichkeit durch unsere Gedanken (Glaubenssätze), Gefühle, Worte und Taten erschaffen. 

Unsere Gedanken bestimmen dabei wie wir fühlen, und was wir denken und fühlen bestimmt was wir sagen und tun und schlussendlich auch was wir sind und wie wir die Wirklichkeit erfahren.

Ein einfaches Beispiel:

Wenn ich in ein Vorstellungsgespräch gehe und ein positives Selbstbild habe, mich gut und selbstsicher in meiner Haut fühle, dann drückt sich das auch durch meine Sprache und durch mein Auftreten aus. Habe ich Selbstzweifel, hadere ich mit starker Selbstkritik und fühle mich minderwertig, dann spiegelt sich diese innere Haltung auch in meinem Verhalten und in meiner äußeren Haltung wieder. Unsere innere Welt hat daher einen großen Einfluss auf unser Erleben der äußeren Welt.

„Whoever controls the mind controls the body!“ – Lisa Renee

Je mehr ich mich mit mir selbst beschäftige und je tiefer ich in die Strukturen meiner Persönlichkeit eintauche, umso mehr wird mir bewusst wie viele tiefliegende Glaubenssätze noch immer in mir schlummern, die in ihrer Kernaussage „NICHT GUT GENUG“ mitschwingen lassen. 

Hollywood, die (sozialen) Medien, die Musikindustrie und Werbung geben ihr bestes, um Frauen das Gefühl zu vermitteln, sie müssten perfekt aussehen, um wertvoll zu sein. Männern wird das das Gefühl vermittelt, sie müssten dicke Karren fahren und viel Geld verdienen, um anerkannt zu werden. Kurz gesagt der Mensch wird zur Ware, zum Objekt, dessen wert davon abhängt wie intelligent, schön, erfolgreich oder talentiert er/sie ist.

Solange wir das Gefühl haben wir müssen noch mehr haben oder tun, um wertvoll zu sein, kann man uns alle möglichen Dinge verkaufen, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Erfüllung finden wir durch diesen Konsum allerdings nicht auf Dauer, weil gleich die nächste Anschaffung oder Optimierung ansteht, die uns das Versprechen gibt und zu erfüllen. Ein Fass ohne Boden…

Das verrückte ist, dass solange sich mein Mindset und Heartset innerlich nicht ändert, sich auch niemals mein Erleben der Realität verändern wird. Da kann die Frau noch so perfekt aussehen, sie sucht nach dem „Fehler“ und findet ihn. Egal wie schön oder erfolgreich wir sind, solange wir nicht unserer eigentlichen Seelenbestimmung folgen, werden wir innerlich uns nie wirklich erfüllt fühlen, weil unsere Erfüllung stetig von äußeren Dingen abhängt die nicht beständig sind.

Paradigmenwechsel: Aus dem Mangel in die Fülle

Die Zeit, in der wir leben ist geprägt durch einen Paradigmenwechsel, der uns in eine neue Beziehung zur Welt setzt. Während das alte Paradigma des Mangels und der Trennung sich dem Materialismus bedient und den Menschen von seiner eigentlichen Natur des inneren SELBST/SEELE, von seinen Mitmenschen und der Natur und GOTT entfremdet, um uns in einem Zustand des Abgetrenntseins und des Mangels zu halten, leitet das neue Paradigma der Fülle und Verbundenheit eine Zeit ein, in der der Mensch seine wahre innere Natur (wieder)entdeckt und sich zunehmend in Beziehung zu allem was ist wiederfindet. Dieses neue Paradigma ist eins der Kooperation statt Konkurrenz, der Liebe statt der Angst, der Fülle statt des Mangels. 

Wer ist glücklicher, der der alles hat, oder der, der nichts mehr braucht?

Erfüllung erfahren wir, wenn wir angebunden sind an unsere wahre innere Natur. Wenn wir uns erinnern, wer oder vielmehr was wir wirklich sind, und warum wir uns entschieden haben zu dieser Zeit auf der Erde zu sein. Erfüllung verankern wir in unserem Leben, indem wir dieser wahren inneren Natur lauschen, ihr folgen, unsere Seele verkörpern und unseren Seelenplan erfüllen. Da diese innere Stimme überdeckt ist durch die Stimmen des Mangels, die wie ein Programm im Laufe unseres Lebens in unseren Geist gebrannt wurden, bedarf es ein „verlernen“ dieser nicht dienlichen Glaubenssätze.

Ein Glaubenssatz meiner Familie war beispielsweise: „Ich muss hart arbeiten für mein Geld!“ Als ich ausgezogen bin, habe ich viel über diese Einstellung zur Arbeit und zu Geld nachgedacht. Ich kam zu der Entschluss, dass ich an diesen Glaubenssatz nicht länger festhalten wollte. Mein Herz wusste, dass meine Arbeit mich erfüllen kann und sich leicht anfühlt, wenn ich das tue was ich liebe und mich dem Ruf meiner Seele hingebe. 

Angebunden an unsere wahre Identität, spüren wir unsere Ganzheit, die unanhängig von den Dingen, die wir „besitzen“ und von den Menschen, die uns umgeben, bereits da ist, ohne dass wir dafür etwas tun müssen. In dem Moment wo uns das Leben eine Erfahrung schenkt, in der wir dieses Gefühl der Verbindung zu allem was ist, spüren, werden wir uns unserer göttlichen Natur und der Einheit aller Dinge bewusst. Wenn wir bewusst oder unbewusst immer angebunden sind, wie kann uns dann etwas fehlen?

Der Mangel entsteht nur durch unseren Glauben, dass der Moment gerade anders sein müsste als er ist. Weil aber so viele Menschen auf diesem Planeten sich dieser inneren Natur nicht bewusst sind, berauben sie einander, berauben die Erde und am Ende sich selbst der Möglichkeit diese innere Anbindung zu entdecken.

Wege in die Fülle

1. Fülle ist eine Sache der Perspektive!

In jedem Moment meines Lebens kann ich mich bewusst entscheiden die Kraft meiner Aufmerksamkeit zu nutzen, um in die Perspektive der Fülle und damit auch in die innere Erfahrung der Fülle zu gelangen. Richte ich meinen Blick auf all die segensreichen Dinge, die gerade da sind? Oder fokussiere ich gerade auf das was ich nicht habe oder bin? Je mehr ich meinen Fokus auf das richte, was bereits alles da ist, umso erfüllter fühle ich mich.

3. Reprogrammierung alter Glaubenssätze

Werde dir aller Glaubenssätze bewusst, die dich in dem Gefühl des Mangels halten. Wenn du in dir beobachtest, wie diese Glaubenssätze aufsteigen, beginne sie neugierig zu hinterfragen:

  1. Sind diese Gedanken und Glaubenssätze wirklich wahr?
  2. Kann ich wirklich sicher sein, dass diese Gedanken wahr sind?
  3. Wer wäre ich ohne sie?
  4. Wie würde ich mich fühlen, wenn ich genau vom Gegenteil überzeugt wäre?

2. Dankbarkeit & Wertschätzung

Wo Dankbarkeit ist, kann keine Angst und kein Mangel sein. Je mehr ich das Gefühl von Dankbarkeit kultiviere, umso mehr kann ich mich reich beschenkt und erfüllt fühlen. Spreche ich meine Dankbarkeit für all die kleinen Dinge des Lebens aus, segne mein Essen, wertschätze meine Freundschaften, mich selbst und alles was mich umgibt, dann verstärkt sich das Gefühl des inneren Reichtums. Wie bei negativen Gedankenspiralen funktioniert das auch umgekehrt. Je mehr ich wertschätze und dankbar bin, umso mehr nehme ich die Fülle in und um mich herum war, und werde mir mehr den Dingen bewusst, die ich wertschätzen und für die ich dankbar sein kann.

3. Wahrhaftigkeit & Verletzlichkeit

Wahre Erfüllung finden wir nur, wenn wir unsere Masken fallen lassen, und bereit sind uns selbst und einander wahrhaftig zu begegnen. Je wahrhaftiger wir mit uns selbst und anderen werden, umso stärker wird auch die Stimme unserer Seele, die uns leitet und uns dabei unterstützt, das Leben zu erschaffen, dass wir wirklich leben wollen. Je mehr wir uns ohne Masken zeigen und je wahrhafter wir mit uns selbst und mit anderen sind, umso erfüllender werden auch unsere Beziehungen.

4. Verkörpere zuerst in dir, was du dir wünscht

Wünscht du dir mehr Liebe, dann werde liebevoll mit dir selbst und anderen. Wünscht du dir mehr Ehrlichkeit und Authentizität in deinem Leben? Dann sei ehrlich und authentisch mit dir und anderen. Wünscht du dir mehr Freude und Leichtigkeit? Dann finde heraus was dich in den Zustand der Freude und Leichtigkeit bringt und beginne sie zu verkörpern. 

5. Empfangen – Offen sein für das, was ist

Egal was du tust, sei voll und ganz bei dem was du machst. Je weniger du im denken bist, umso mehr bist du angebunden an den Moment und kannst die Geschenke des Augenblicks voll und ganz empfangen. Was mir diesbezüglich gerne mal in die Quere kommt sind meine Erwartungen, wie mein Jetzt gerade eigentlich aussehen sollte. Dadurch blockiere ich mich daran, das was der Moment für mich bereit hält voll und ganz wahrzunehmen. Löse dich immer wieder aus dem inneren Mindfuck, aus Vorstellungen und Erwartungen wie dein Jetzt eigentlich aussehen müsste. Öffne dich für das was ist, lass dich drauf ein und schau was passiert wenn du deinen Widerstand gegen das was ist aufgibst. Nur wenn du wahrlich empfangen kannst, hast du auch etwas dass du geben kannst ohne das dein Geben auf Kosten deiner eigenen Ressourcen geht.

6. Geben – Aus der Fülle geben, um aus der Fülle zu empfangen

Je mehr du in der Fülle bist, umso mehr hast du zu geben. Das Geschenk deiner eigenen Erfüllung mit anderen zu teilen, ist gleichzeitig wieder ein Geschenk an dich selbst, denn indem du dem Leben und anderen dienst, dienst du dir. Je mehr aus der Fülle heraus andere unterstützt, umso mehr empowerst du dich selbst. 

7. Verbinde dich mit deiner Essenz

Hinter der äußerlichen Welt gibt es eine innere oft noch völlig unentdeckte Welt, die uns in unser eigentliches Sein eintauchen lässt. Verbunden mit dieser inneren Quelle hört das Verlagen nach externen Dingen und Menschen auf. Diese tiefere Anbindung an unser transzendentes Wesen, ermöglicht uns mit Gelassenheit und Gleichmut dem Wechselspiel der Polaritäten zuzuschauen und zeitgleich mit den unschuldigen Augen eines Kindes über die Wunder der Welt zu staunen. Je tiefer wir angebunden sind, an diese ewige Existenz, umso mehr transformiert sich Angst in Liebe, Mangel in Fülle und Unbewusstheit in Bewusstheit.

Forschungsfragen zum Thema Fülle

  1. Fülle ist für mich….
  2. Wann habe ich mich das letzte Mal zutiefst erfüllt gefühlt?
  3. Wie will ich mich fühlen?
  4. Welche Gedanken, Glaubenssätze, Worte und Taten bringen mich in dieses Gefühl?
  5. Was dient mir in meinem Leben, um mich erfüllt zu fühlen?
  6. Welche Glaubenssätze und Gewohnheiten halten mich im Mangel?
  7. Wie kann ich diese umschreiben, damit sie mir dienen?

Freu mich auf eure Gedanken zu diesem Thema

We are Love

Enjoy

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